Ein Zeitungsartikel aus der Märkischen Allgemeinen vom 19.07.2010 - 1. Teil:
OPERETTE: Italienische Momente in Wittenberge
Das musikalische Feuerwerk der Elblandfestspiele mündet in einem brillanten Farbenspiel am Nachthimmel
WITTENBERGE - Sommernächte voller leichter Musik wie in Rom oder Venedig erlebten die Besucher der Elblandfestspiele in Wittenberge. „Capriccio italiano“ – eine italienische Laune – lautete der Titel der zwei Galaabende auf dem Gelände der Alten Ölmühle. Am Freitag und am Sonnabend traten dort die Gruppe „Appassionante“ und Gesangsstars wie Alenka Genzel, Carmen Fuggiss, Celestina und Björn Casapietra, Marco Jentzsch oder Frank Matthias auf.
Zunächst begrüßte der Präsident der Elblandfestspiele Michael Hansen die rund 2000 Gäste. Unter ihnen waren am Freitagabend Ministerpräsident Matthias Platzeck, Bildungsminister Holger Rupprecht und Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann. „Wir bewegen uns heute zwischen Inspiration und Transpiration“, scherzte Platzeck angesichts des heißen Wetters. Er dankte Michael Hansen und allen, die hinter ihm stehen, für ihre Anstrengung, die Elblandfestspiele trotz finanzieller Schwierigkeiten weiter stattfinden zu lassen. Vor allem dankte er Lutz Lange, der mit seinem Engagement für die Stadt Großes geleistet habe.
Das Filmorchester Babelsberg und Minister Rupprecht erhielten für ihre Verdienste um die Operettengala die Ehrenmedaille der Elblandfestspiele. „Wenn einem so viel Gutes wird beschert, das ist schon einen Fördermittelbescheid wert“, sagte Ruprecht. Er überbrachte vom Land eine Fördermittelzusage über 15 000 Euro für die Festspiele.
Anschließend begann das abwechslungsreiche Programm mit dem Fanfarenauftakt „Capriccio Italien“ nach Peter Tschaikowski. Zu dem Thema „Venedig im Wittenberger Operettenzauber“ sangen die eingangs genannten Stars. Sie gaben Stücke wie „Es grüßt dich Venedig“ aus „Hochzeitsnacht im Paradies“, „Frutti di Mare“ oder „Niemand liebt dich so wie ich“ aus „Paganini“ zum Besten. Umrahmt wurden die Sänger von Paaren des MDR-Fernsehballetts. Auch bekannte Filmkompositionen aus der Feder von Ennio Morricone waren zu hören, bei denen Henry Cott’n Kotowski Mundharmonika spielte.